Blacksocks - die Socke im Abonnement

Dies ist ein von trigami vermittelter, bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter, bezahlter Eintrag.

Manchmal frage ich mich wirklich, wem denn diese Füße gehören mögen, die in der Vorlesung einen so grauenhaft penetranten Duft verbreiten... schlimmer noch als jeder Limburger "Stinkkäse", den ich kenne! Trägt derjenige vielleicht schon seit einer Woche dieselben Socken? Sind dies bereits Auswirkungen der seit diesem Semester erhobenen Studiengebühren? Nein, vermutlich nicht (auch wenn es sicherlich einige Studenten geben mag, die sich - unabhängig der Studiengebühren - nicht ausreichend Socken leisten können)! Aber dennoch scheint es das berüchtigte "Sockenproblem" auch unter Studenten zu geben. Gut, vielleicht sitzt nicht in jeder Vorlesung einer, der seine Schuhe auszieht und seine Stinkefüße der gesamten Studentenschaft präsentiert, aber es soll schon mal vorgekommen sein - und nicht selten kann man auch gleich von weitem mehrere Löcher in den Socken erkennen.

Sockenleine_high.jpg Socken kaufen - eine doch recht lästige Angelegenheit. Das dachte sich auch der Gründer von "Blacksocks": Samuel Liechti. Er gründete eine Firma, welche das "Sockenproblem" der Gesellschaft endgültig beheben sollte - über das "Sockenabo", bestellt im Internet! Löchrige Socken oder in der Waschmaschine verschollene Socken sollen so der Vergangenheit angehören!

Die Idee ist simpel: Man sucht sich im Onlineshop die Art von Socken aus, die man gern trägt. Es gibt Sneakersocken, Wadensocken, Kniestrümpfe und Cashmere-Seiden-Socken in genau definierten Schuhgrößen. Zusätzlich wählt man aus, in welcher Währung man bezahlen möchte und wie oft man mit Socken beliefert werden möchte, oder ob man das Angebot erst einmal testen möchte. Neu können auch Unterhosen und Unterhemden im Abo bestellt werden, im Abonnement, versteht sich und nicht nur in der Farbe Schwarz. Die Auswahl ist nicht übermäßig groß, eher zweckmäßig - aber dafür in bester Qualität, wie die Firma verspricht. Entsprechend anspruchsvoll gestaltet sich allerdings auch der Preis - "billig" sind die hier bestellten Socken jedenfalls nicht.

Auf diese innovative Idee der Firma Blacksocks wurde ich ursprünglich aufmerksam durch eine Fernsehsendung im Schweizer Fernsehen, in welcher der Firmengründer interviewt wurde. Wenn ich mich nicht recht erinnere, war es die Sendung von Herrn Aeschbacher, allerdings kann ich mich da auch täuschen, da in der Archivsuche auf www.sf.tv nichts entsprechendes zu finden war. Dennoch war ich von der Idee sehr beeindruckt! Dies zeigt einmal sehr deutlich, dass man auch mit ungewöhnlichen Ideen erfolgreich sein kann!

Kürzlich gelangte ich zu dem Vergnügen, die "Socke im Abo" von Blacksocks im Rahmen eines Trigami-Programms schliesslich selbst zu testen. Das Ergebnis und meine persönliche Bewertung:

Shorty_high.jpg

Der Test

Eine Testbestellung über www.backsocks.com wurde am 1. Mai abgeschickt. Eine Bestellbestätogung landete kurz darauf in meinem eMail-Postfach. Bereits zwei Tage später war ein Päckchen im Briefkasten: die erwarteten "Shorty Sneaker-Socken" zum Test. Eine Bestellung wird also sehr zügig bearbeitet und somit dürften also jegliche Socken im Abonnement auch jeweils pünktlich im Briefkasten landen. Ein Begleitbrief informiert darüber, dass man die Socken gerne ausführlich testen solle. Zudem sei es nicht notwendig, "das Leben [der] soeben eingetroffenen Socken bereits aufs Spiel [zu] setzen und die mit einer Schere, einem Küchenmesser oder anderen spitzigen Gegenständen [zu] bedrohen." Das Etikett lasse sich einfach durch ziehen am befestigenden Faden entfernen.

Gesagt, getan - so einfach gestaltete sich dies in meinem Fall aber nicht! Schließlich musste doch mein Taschenmesser herhalten. Die Socken sind aber, nach dem das Etikett endlich entfernt werden konnte, sehr bequem und weich. Das Fußbett wird mit einer flauschigen Schicht zusätzlich gepolstert und die Socken rutschen nicht, obwohl sie sehr kurz sind. Nach dem ersten Test-Tag musste ich jedoch feststellen, dass die Socken stark Fusseln absonderten. Dies legte sich aber nach dem ersten Waschen wieder.

Nach mehreren Tagen in Gebrauch und mehreren Waschgängen schneiden die Socken im Vergleich zu meinen restlichen Socken aber doch recht gut ab: rutschfest, bequem und ästhetisch - wenn auch gleich nicht unbedingt studentengerecht günstig im Preis. Die Größenangaben sind ausserdem sehr präzise, entgegen der Praktiken anderer Sockenhersteller. Allerdings finde ich es schade, dass die Sneaker-Socken nicht wie die restlichen angebotenen Socken-Modelle auch in größeren Schuhgrößen (über Schuhgröße 46) angeboten werden. Aber lobenswert ist auf jeden Fall, dass sonst generell Socken bis zur Schuhgröße 52 (!!) angeboten werden - wer hochwertige Socken dieser Größe im normalen Handel sucht, ist oftmals aufgeschmissen!

Fazit

Die von Blacksocks 1999 umgesetzte Idee, Socken im Abonnement zu liefern, finde ich unschlagbar. Kein Wunder wurde Blacksocks auch schon oft kopiert, "Soxs in a Box" sei nur ein Beispiel hierfür. Die Qualität der Socken ließ keinen Grund zu meckern übrig, selbst wenn die Testzeit nur kurz war und über die Langlebigkeit der Socken noch kein abschließendes Fazit gezogen werden kann. Die Bestellung und deren Abwicklung ist sehr einfach und übersichtlich; Preislich und vom Firmenimage her orientiert sich Backsocks allerdings eher an einem anspruchsvollen Geschäftskunden. Die optimale Socke für Studenten ist dies somit aus meiner Sicht also nicht, es gibt durchaus preiswertere Angebote, die einen ähnlichen Zweck erfüllen. Doch denen, die sich ein Sockenabonnement leisten möchten, sei das Angebot von Blacksocks empfohlen. Abonnements für Socken und Unterwäsche lassen sich auch verschenken - sicherlich eine gute Idee für ein Geburtstagsgeschenk :wink:

 

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