Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

Hinweis: Dies ist kein von Trigami vermittelter (bezahlter) Eintrag, sondern ein Statement!

Seit einigen Wochen bin ich bei Trigami als Blogger angemeldet und erhielt hin und wieder ein Angebot, eine Rezension hier- oder darüber zu schreiben - über Unternehmen oder einzelne Produkte, die im Internet beworben werden sollen. Eine einzelne Rezension habe ich auch geschrieben: über die Firma Blacksocks - und ich denke ich muss mich darum nicht schämen, denn in meinen Augen hat dieses Unternehmen auch eine gute Rezension verdient. Doch neuerliche Entwicklungen zwingen mich nun zu dem Entschluss, mich als Blogger und Betreiber von www.hQuadr.at ausdrücklich von der schweizerischen AG Trigami zu distanzieren!

Begründung:

Ende Juni bekam ich eine eMail von Trigami, dass mein Blog von dem Auftraggeber Yourcha.com (einer sehr dubiosen Internetseite, wie sich herausgestellt hat, näheres im Folgenden) für eine Rezension ausgewählt worden sei. Drei volle Tage hätte ich Zeit, um mich verbindlich für diesen Auftrag zu bewerben - für eine Entlohnung von nicht einmal 30€ (Wie ich auf Kai's Blog gelesen habe, wurden von derselben Firma Aufträge vergeben mit einer Entlohnung über knapp 120€ vergeben - was macht der Unterschied? Ja, vielleicht die Besucherzahlen... gut möglich). Gut und schön, dachte ich - vielleicht ja ein passender Blogeintrag, denn ich berichte hier auf meinem Blog auch des öfteren mal über studienrelevante Themen - worunter ja auch unter Umständen die Suche nach einem Job oder eines Praktikums gehört. Ganz nebenbei könnte ich vielleicht einen Teil der Kosten wieder gut machen, die mir durch das Betreiben dieser Website entstehen. Bevor ich darüber entschied, ob ich diesen Auftrag annehmen sollte, recherchierte ich ein wenig (relativ oberflächlich) über diese Firma, deren Namen ich gegen Bezahlung auf meinem Blog bewerten soll. Als Ausgangspunkt hierfür diente mir die von Trigami zur Verfügung gestellten Informationen:

Auftragsbeschreibung: [laut Trigami/Yourcha]

  1. Eine Anmeldung bei [Yourcha] ist obligatorisch. Anmeldecode muss individuell bei Annahme des Auftrags angefordert werden (E-Mail: sarah.knapp@directrelation.de).
  2. Beurteilung der Innovationskraft, der Eigenständigkeit und der Funktionalitäten des neuen Angebotes [Yourcha] aus Bewerbersicht im Vergleich zu den weiteren Jobportalen im Markt.

Auch sah ich mir selbstverständlich das zu bewerbende Internetprojekt selbst an... und fand da im Grunde dieselben Informationen: Yourcha sei ein neuartiges, webbasiertes Internetprojekt, welches den klassischen Weg der Personalsuche umkehren will. Grundidee hierbei sei, dass sich nicht länger die Arbeitnehmer einen passenden Job suchen müssen, sondern dass sich Arbeitgeber ihre potentiellen neuen Arbeitskräfte selber aussuchen.

"Sie erhalten direkt Jobangebote "frei Haus" von attraktiven Unternehmen und Personaldienstleistern."

"Beste Perspektiven auf ein neues attraktives Arbeitsumfeld und bessere Verdienstmöglichkeit."

"Viele interessante Arbeitgeber nutzen yourcha® für die Ansprache qualifizierter Arbeitnehmer."

...um nur eine Auswahl der Sprüche zu nennen, mit der sich die Firma präsentiert.

Alles gut und schön, dachte ich - eine, naja, zugegeben nicht ganz neue Idee. Dennoch fand ich es interessant, dieses neue Internet-Jobportal mit einem guten Freund anzuschauen, der gerade selbst auf aktiver Arbeitssuche in der Pharma-Branche ist. Und sogleich fiel uns - bei einem genaueren Betrachten der Website - auf, dass man sich gar nicht ohne Weiteres dort anmelden konnte. Man braucht erst einen "Yourcha-Code", den man nur erhält, wenn man von dem Unternehmen "eingeladen", sprich angeschrieben wurde - oder man kann sich unter der kostenlosen Rufnummer melden und erhält nach Angabe seiner Anschrift, die geprüft werden soll, einen Code... Sehr merkwürdig! Mittlerweile (das war vor einer Woche noch nicht möglich) kann man sich per eMail einen solchen Code zuschicken lassen.)

Wie ich Job-Portale bislang kenne - und davon kenne ich nun einige mittlerweile - ist es absolut unüblich, eine potentielle Zielgruppe bereits vorab einzuschränken, indem man Adressen und darüber hinaus persönliche Informationen bekannt geben muss. Dies weckte großes Misstrauen in mir und meinem vorgenannten Freund und wir kümmerten uns erstmal nicht weiter um das dubiose Angebot von Yourcha. Den Trigami-Auftrag hierzu wies ich schließlich, mangels Interesse und unter der Angabe, keine Zeit hierfür zu haben, ab.

Als ich gestern Abend ein wenig im Internet surfte, traute ich meinen Augen nicht mehr - ich stiess über mehrere Umwege auf bekanntere und unbekanntere Blogs, deren Betreiber wohl noch genauer über Yourcha recherchiert hatten als ich:

"Anmelden kann man sich im Übrigen erst nach dem Erhalt eines Anmeldecodes, das Erstellen des Profils und Lebenslaufs geht dann aber recht flott. Nach der Anmeldung muss man nichts weiter tun, als auf Angebote von Unternehmen zu warten…
…oder man informiert sich im Internet in der Zeit über Erfolgserlebnisse anderer Benutzer des Portals…" [Quelle: xiel.de]

  • Conny weist auf ihrem Blog auf einen merkwürdigen Abschnitt in der Yourcha-AGB hin und verweist auf mehrere Unklarheiten, die entstehen, wenn man sich bei Yourcha eintragen will. (Im Übrigen: den Absatz der AGB, in dem von einem Zeitungsabonnement die Rede ist, konnte ich gestern nicht mehr finden - habe ich da etwas überlesen oder hat Yourcha dies schon verändert?)

"Nachtrag: Ich habe mich bei yourcha komplett gelöscht und heute bekomme ich Mail von denen. Normalerweise erlischt damit auch meine Einverständniserklärung, dass ich Mails erhalten will." [Quelle: ebenda]

Über den Wahrheitsgehalt sämtlicher verlinkter Beiträge auf Blogs und Internetportalen kann ich nichts aussagen, aber die Argumentationen sind in sich sehr schlüssig. Zudem ist ein Zusammenhang zwischen Yourcha und der "Global Group", welche damit wirbt, Adressen zu verkaufen/vermieten (wie auch immer man es nennen mag), ist einfach nicht zu verleumden: Bei beiden "Firmen" ist ein gewisser Sven Reuter im Vorstand mit der exakt gleichen Firmenadresse... Wenn man sich ein wenig durch den Internet-Dschungel durchforstet eigentlich schnell gefunden.

Sven berichtet von weiteren Skandalen in Zusammenhang mit Trigami, von denen ich noch nichts wusste:

Problematisch bei trigami ist, dass sich bei den Kunden auch schwarze Schafe einnisten, so z.B. beim “Poker-Skandal“, oder der Geschichte um die Wunderheiler. Ein neuer Fall ist das Job-Portal yourcha, über das auch ich einen Beitrag geschrieben habe. So wie es aussieht, scheint yourcha weniger an der Vermittlung von Jobs, als viel mehr an dem Sammeln von Daten zu liegen. [Quelle: svenkubiak.de]

Remo Uherek, Gründer von Trigami, vermeidet jedoch bislang eine offizielle Stellungnahme zum Auftraggeber Yourcha auf dem unternehmenseigenen Blog. Vielmehr weist Remo im Namen von Trigami pauschal die Schuld von sich:

Inwiefern überprüft trigami potenzielle Kunden vor dem Auftrag?
Es ist nicht die Aufgabe von trigami, Kunden zu überprüfen. Wenn ein Kunde trigami nutzen möchte, soll er das tun können. Wir verstehen uns nicht als (ethische) Prüfinstanz. Würden wir uns als Prüfinstanz sehen, würde das heissen, dass alle auftraggebenden Kunden von uns explizit gutgeheissen und als problemlos eingestuft wären. Es ist für uns weder möglich noch wirtschaftlich zu jedem Kunden eine ausführliche "Due Diligence" durchzuführen. [Quelle: Trigami-Blog]

wenngleich in den Kommentaren zu Robert Basic's berechtigter Kritik an Trigami ein gewisses Zugeständnis an Fehlern zu erkennen ist. Ich persönlich schließe mich dem Kommentar von Sachar an:

"[...]Es geht mir nur um Deine Äußerung, dass es nicht Aufgabe von trigami ist, seine Kunden zu überprüfen. Und da muss ich Dir deutlich widersprechen: Natürlich ist es Eure Pflicht sogar, darauf zu schauen, dass Eure Kunden wasserdicht sind. Denn sie fallen auf Euch zurück.[...]"

sowie weiter unten

"[...]Und trotzdem muss trigami Stellung beziehen und von Anfang an sagen, dass sie keine Kunden akzeptieren, die sich in irgendeiner Weise verdächtig machen, die freiheitliche demokratische Ordnung zu gefährden oder die auf eine andere Weise durch illegale Aktivitäten aufgefallen sind."

Ja, es ist die Pflicht von Trigami, ihre Kunden "unter die Lupe zu nehmen", obgleich sie sicherlich eine menge Geld einbringen. Ich denke, es ist sogar davon auszugehen, dass viele (zum Glück längst nicht alle) der Trigami-Blogger nicht so genau schauen, wofür geworben werden soll. Es gibt sicher einige Blogger, die sich geblendet vom Geld, an Trigami bzw. den entsprechenden Kunden verkaufen. Zum Glücke aber, sind dies nicht alle und vielen ist der Schwindel aufgefallen.

Was ich anfänglich eine gute Idee fand, Unternehmen mit Bloggern zusammen zu führen, entpuppte sich nun in meinen Augen als ein gefährliches Medium: bezahlte Blogeinträge. Die ethischen Bedenken, welche nicht nur im Blog Basic Thinking aufgeworfen werden, finde ich nicht ganz unberechtigt! Natürlich sind Blogs und Foren (und das Internet im Allgemeinen) eine Plattform um sich über diverse Dinge auszutauschen - aber eine gewisse ethische Schranke und ein gesunder Menschenverstand wäre sicherlich angebracht. Beispielsweise wurde aufgeworfen, was denn damit wäre, eine Partei wie z.B. die NPD zu unterstützen... Ich füge noch hinzu: was wäre mit Organhandel oder gar Menschenhandel?

Remo argumentiert:

"Was wir jedoch tun könnten, wären Instrumente in den Marktplatz einzubauen, damit sich solche Dinge mit der “kollektiven Intelligenz” [den Bloggern] von selbst regeln." [Quelle: ebenda, Kommentar 41]

Und dies reicht - meiner Meinung nach eben gerade nicht! Die NPD, um dem Beispiel zu folgen, lebt ja auch gerade davon, dass man darüber spricht - ob nun im positiven oder negativen. Deshalb wäre es, wie schon oben zitiert, an der Zeit, dass sich Trigami überlegt, wie man solche Machenschaften dubioser und rechtswidriger Firmen/Institutionen nicht weiter durch bezahltes Bloggen noch unterstützt!

Aus diesen Gründen distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von Trigami, werde keine weiteren Rezensions-Autrag entgegen nehmen und lösche meinen hiesigen Trigami-Account! (hiermit erledigt!!)

 

Nachtrag: Yourcha hat in einem speziell hierfür eingerichteten Weblog ausführlich zu den Vorwürfen und Äußerungen diverser Blogs Stellung genommen. Auch Trigami hat entsprechend reagiert.

Re: Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

Beim letzten Absatz stimme ich Dir zu. Beim oberen Absatz jedoch zweifel ich. Zumindest die Beiträge, welche ich gelesen habe (und es waren viele), haben nicht die von Dir aufgezählten Tatbestände erfüllt. Dass unerwünscht Werbung zugesendet wurde ist Fakt. Ich hatte meinen Account gekündigt und bekam dennoch eine Werbe-Mail. Mein Mitbewohner erhielt unverlangt Werbung per Post. Bei der Nachforschung woher die angebliche Genehmigung stammen soll, wurde am Ende der Recherche auf verstorbene Personen verwiesen. Eine Vorlage bezüglich der Unterschrift zur Einverständniserklärung hat keines der Unternehmen vorgelegt. Auch wurde mir schriftlich von der Forma GlobalGroup bestätigt, dass die GlobalGroup mit der Werbeaktion von yourcha betraut ist. Es gibt also eine Zusammenarbeit. Laut den Unternehmen in umgekehrter Reihenfolge wie so mancher Blogger vermutet hat.
Na ja Blogger müssen immer vorsichtig sein, was sie schreiben, da stimme ich Dir zu. Auch ich wurde beim yourcha Statement zitiert jedoch wurde meine Aussage es in einem Zusammenhang genannt, was die von mir getätigte Aussage meiner Meinung nach verdreht.

Re: Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

Ich habe soeben das Yourcha-Statement überflogen; eigentlich interessiert mich die ganze Sache nicht besonders, als Außenstehender habe ich allerdings den Eindruck, dass da viel eher Blogger ohne vorher nachzudenken den Tatbestand der Verleumdung und Rufschädigung erfüllen, als dass Yourcha tatsächlich irgendeine nachweisbare Art von Datenhandel betriebe.

Als GF von trigami hätte ich yourcha ebenfalls sofort als Advertiser aufgenommen; wie bereits geschrieben, halte ich bestehendes EU Wirtschaftsrecht für völlig ausreichend und glaube nicht, dass zusätzliche "implizite" moralische Standards notwendig sind. Da gehen die Meinungen weit auseinander, und dass Blogger sich für Rezes bewerben, aber trotzdem jederzeit zurücktreten können, halte ich für mehr als ausreichend transparent.

Re: Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

Hallo Ritchie,Ob nun ein Jobvermittler die Adressen der zu vermittelnden Arbeitnehmer auf Korrektheit "überprüft" steht ja auf einem ganz anderen Blatt. In dem konkreten Fall ging es aber nicht darum. Vielmehr war die Frage, ob der Jobvermittler möglicherweise Daten erhebt, um den Datensatz einer anderen Firma zu aktualisieren, welche kaum die Vermittlung von Arbeitsplätzen verfolgt. Hierzu gab es bestimmte Anhaltspunkte und Verdachtsmomente, welche nicht nur mich stutzig machten... Ob die Firma nun tatsächlich Daten "sammelt" kann ich abschließend nicht beurteilen oder gar überprüfen. Die Firma Yourcha, um die es ja letztendlich ging, nahm schließlich ausführlich Stellung zu den laut gewordenen Äußerungen in vielen Blogs - wenn auch in einer Art und Weise, die mir persönlich nicht gefällt. Ein diesbezüglicher Zusammenhang, wie er von vielen Bloggern dargestellt wurde, gebe es demnach nicht: Jourcha sei ein ernstzunehmender Jobvermittler, der sich an die entsprechenden Datenschutzbestimmungen halte. Ich denke jeder kann (und sollte) sich nun hierüber ein eigenes Bild machen, ob er dem Unternehmen Vertrauen schenken möchte und seine Daten zwecks der Jobsuche dort online stellt oder nicht. Eben so, wie man auch jedes andere Angebot im Internet immer kritisch hinterfragen sollte. Für mich hat die entsprechende Stellungnahme von Yourcha aber noch nicht alle Zweifel ausgeräumt. Was Trigami anbelangt, habe ich meinen Standpunkt bereits deutlich gemacht - und in Folgekommentaren hier auch noch weiter ergänzt. Ja, ich halte es für sinnvoll, dass eine Werbeagentur ihre Klientel zumindest grob überprüft und nicht jeden möglichen Auftraggeber akzeptiert - gerade wenn die rechtliche Vertretbarkeit fraglich sein könnte. Ethische Grundsätze sind natürlich schwerer festzulegen, doch durchaus nicht undenkbar. Beispiele hierzu gibt es sicherlich viele, sei es in der Musikbranche in welcher mittlerweile entsprechende Werbeagenturen, Plattenfirmen oder Veranstalter Verträge mit Musikern verweigern, die z.B. gewaltverherrlichende, rassistische oder Minderheiten diskriminierende Texte vortragen. Und auch sicherlich viele andere Werbeagenturen der unterschiedlichsten Medienplattformen und Branchen haben eine Art Leitbild bzw. Programm, welche Art von Aufträge sie annehmen, wie auch ein Verlag nur ein bestimmtes Genre bedient. Warum sollte sich also Trigami keine klaren Grenzen setzen, wenn es um potentielle Auftraggeber geht? Durch solche Grundsätze würde Trigami sicherlich auch zu einer noch sicheren Plattform. Natürlich ist es nicht Sinn und Zweck, gar Aufgabe einer Werbeagentur die zu bewerbenden Unternehmen/Produkte zu 100% auf Wasserdichtheit zu überprüfen - das kann sie vermutlich auch nicht, wie die Betreiber von Trigami zu Recht sagen. Allerdings fände ich es durchaus Wünschenswert, wenn sich Trigami bestimmte Grundsätze zur Annahme von Aufträgen erarbeiten würde - Yourcha war ja offenbar nicht der erste "kritische Fall".

Re: Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

Bei deinem Beitrag kenn ich mich überhaupt nicht aus... wieso sollte ein Unternehmen, das Jobs vermittelt, *nicht* die Adressen überprüfen? Macht das ganze doch viel seriöser und verhindert Karteileichen. Wer würde denn auf die Idee kommen, von einer Werbeagentur zu verlangen, jeden kleinste ecke ihrer businesspartner zu durchleuchten und dann zu sagen: nein, für euch drehen wir keinen Spot...

Re: Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

Ich persönlich gehöre zu den großen Kritikern von trigami - und nehme doch Aufträge von ihnen an. So auch yourcha. Es steht mir ja frei, negativ zu berichten. Aber ich möchte das noch ein wenig weiter ausführen. Ich halte ein Modell wie trigami grundsätzlich für gut. Und auch die Kundenauswahl war in meinen Augen bisher zwar bedenkenlich - aber noch nicht gravierend daneben. In dem Moment, in dem trigami einen Kunden wie z.B. NPD (den Fall brachte ich ja auch bei Robert auf) annimmt, werde ich das Netzwerk verlassen. Bis dahin nehme ich Aufträge an, die mich interessieren und zerreiße die Anbieter in der Luft, wenn sie mir Grund dafür geben. Ich denke, das ist Strafe genug.

Re: Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

Die AGB sind nicht geändert worden. :o) Unter 2. Absatz 3 stehts immernoch mit dem Abo drin. :o)

Re: Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

"Ich halte ein Modell wie trigami grundsätzlich für gut." Warum? Weil es undifferenziert Kunden zu Kunden vermittelt? Weil es Dir als verdummende Textmarinade vermittelt, Du seist "ausgewählt"??? Weil es die eigentlich bei denen anfallende Arbeit der Recherche über vermittelbare Kunden auf Dich abwälzt und sich, weil als Agentur tätig, die so gesparte Kohle einsackt???? Weil ihm völlig egal ist, auf welchem ethischen Niveau sich deren Kunden bewegen - egal, ob Firmenkunden oder Blogger -????? Weil selbst ungünstigste Vorgeschichten wie Sekten, Poker-Süchtigmacher, Logo-Klau zu eigenen Befriedigung oder Jubel-Hinweise auf dumpfe Adreßsammler dem "Modell" nur deshalb nicht schaden, weil geldgierige Web-Dummies nur den Euro im Iris-Zentrum blitzen sehen und alle Vernunft fahren lassen??????

Re: Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

Oh, tatsächlich - habe ich in diesem Falle übersehen...

Im Übrigen, wie im Blogpost schon angemerkt, kann man sich nun einen "Yourcha-Code" per Mail anfordern... ich habe dies gemacht an eine Mail-Adresse des Service "10 Minute Mail" - in solchen Fällen, denke ich, sehr effektiv. Name: Susi Sorgmichnicht.... ich lach mich krumm. Das sollte nun jeder machen - mit erfundenen Daten. Da wird ein großer Datensatz mit falschen Daten auch schnell mal nutz- und wertlos Money mouthInnocent (oder widerspricht sowas auch irgendwelchen Gesetzen?!?). Naja... andererseits ist es die Mühe wohl auch echt nicht wert...

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hQuadrat (Administrator)

Re: Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

Hallo Sachar,

das ging ja schnell - kaum veröffentlicht, schon der erste Kommentar zum Blogeintrag...
Naja, wieder zum Thema: Natürlich, es steht jedem frei, zu berichten was er will - sei es auch negativ und im Rahmen eines Trigami-Auftrags. Wenn Trigami einem Blogger diese Freiheit nicht ließe und das Geld nur bei einem super positiven und in die höhe lobenden Eintrag (jaja, ich übertreibe!) auszahlen würde, dann wäre das andererseits auch eine Schweinerei. Doch es geht mir, wie ich hoffentlich deutlich genug machen konnte in meinem Blogeintrag, nicht um das "bezahlte Bloggen" ansich. Sofern man es nicht übertreibt, kann dies ja auch ganz okay sein, auch wenn es einige eher ungern sehen bzw. lesen.

Die grundsätzliche Idee von trigami als "Netzwerk" habe ich ja auch nicht kritisiert, vielmehr die "laissez faire"-Mentalität von Trigami, welche die "Filter-" bzw. Recherchier-Arbeit komplett den Bloggern überlässt und diese ohne Vorwarnung in die Trickfallen betrügerischer Firmen bzw. Organisationen (insb. Bezug zu der "Sekten-Affäre") laufen lässt. Und es geht hier nicht in erster Linie um eine "ethische Diskussion", sondern um allgemeinen, gesunden Menschenverstand. Wie es sich im Falle Yourcha ja herausgestellt hat, war es nicht sonderlich schwierig, einen Zusammenhang zur "Global Group" und deren Machenschaften zu finden... Die beiden anderen Fälle kenne ich nicht so ausführlich, aber es wäre durchaus im Ermessen einer Firma wie Trigami zu entscheiden, ob man etwas durch bezahltes Bloggen unterstützen will oder nicht, denn einige bezahlte Blogger bloggen eben auch nur des Geldes wegen... es ist fraglich, ob ein entsprechendes Thema ohne Bezahlung jemals aufgegriffen würde - aber dies wäre eine andere Diskussion.

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hQuadrat (Administrator)

Re: Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

Schlau wäre es gewesen, den Auftrag anzunehmen und exakt den gleichen Artikel, soweit es die Inhalte zu yourcha betrifft, zu schreiben. Ich verstehe einfach Eure Probleme nicht. Trigami ist doch kein Kinderbetreuungsclub, wo vornehmlich Schutzaufgaben der armen Minderjährigen im Vordergrund stehen...

Keine Frage der Finanzen, keine der Ehtik!

Aus finanzieller Sicht, wäre es sicherlich "schlau" gewesen, stimmt. Zumindest wäre ich dann um läppische 30€ reicher. Allerdings geht es mir nicht primär um das Geld - auch als "armer" Student nicht, sonst hätte ich den Auftrag ja vielleicht auch angenommen. Getan habe ich gegenteiliges: ich habe mich von Trigami distanziert, da ich es als Frage des gesunden Menschenverstandes erachte, solche Projekte wie Yourcha (und auch die anderen Fälle) nicht zu unterstützen [edit: ...und dadurch persönlich und finanziell zu profitieren!]. Unterstützung heisst im Falle Trigami nämlich auch: Backlinks, wie Du selbst auf Deinem eigenen Blog geschrieben hast:

"Würde eine solche Firma dann Trigami auch noch mit einer Rezensionskampagne beauftragen? Das wäre doch dumm, oder? [...] Recherchiert eine oder einer dann doch, könnte ich mir vorstellen, dass lediglich der Linklift als solches beim Auftraggeber gesehen wird. Je mehr externe Links, desto höher das Googleranking, egal was da geschrieben wurde." [Hervorhebung durch den Autor]

Genau davon habe ich auch gesprochen ("Unterstützung") in meinem Blogpost, auch wenn ich das Kind nicht gleich beim Namen genannt habe... Peter, der mein Statement gleich als Auftakt für seinen Beitrag "Weitere Blogger distanzieren sich von Trigami" wählte (@Peter: vielen Dank für die ausführliche Erwähnung!), hat dies - denke ich - richtig aufgefasst.

[Folgendes poste ich auch als Kommentar auf Deinem Blog:]

"Der eine meint halt nur, dass er gegen Bezahlung nicht mal kritisch darüber schreiben würde, ohne Bezahlung aber schon, wie geschehen[...]" [aus "Yourcha or Theircha or whatever you may like to call it", 9. Kommentar (Dieter)]

Ich schreibe gerne, sogar sehr gerne auch eine negative Rezension, sofern diese angebracht sein sollte - ansonsten bräuchte ich auch keine Rezensionen schreiben. Es gibt kaum etwas, dass nur positive Seiten hat. Allerdings will ich nicht gegen Bezahlung (ggf. unwissentlich) etwas fördern, das (nicht nur) ich für verachtenswert halte, sei es durch Backlinks (laut der Bestimmungen für einen Auftrag dürfen geschriebene Artikel ja dann auch nicht im Nachhinein verändert werden, vgl. auch Ist die Bewerbung für einen Auftrag verbindlich? [FAQ: 19, letzter Satz]). Trigami hätte (dessen bin ich mir sicher) viel größere Möglichkeiten, potentielle Auftraggeber erst zu prüfen - basierend auf bestimmten Grundsätzen, die erst offenbar erst erarbeitet werden müssen (Ratschlag meinerseits an Trigami!). Trigami entzieht sich jedoch jeglicher Verantwortung in dieser Richtung - und das ist auch der Grund für mein Statement an dieser Stelle.

Jedenfalls muss Trigami irgend einen Weg finden, Anbieter, wie sie nun in der Diskussion sind, von vornherein auszuschließen. Da geht es ausdrücklich nicht! um die redaktionelle Freiheit, auch (gegen Bezahlung) negatives schreiben zu dürfen, sondern um die aktive Nutzung des in Punkt 4.1 der Trigami-AGB genannten Rechts, bestimmte Auftraggeber abzulehnen. (Die entsprechenden "Blogger" bzw. eher Blogs, die zu einem Auftrag passen, werden ja schließlich auch selektiert!) Fehler kann es dabei natürlich immer geben - kein Mensch und keine Firma ist "perfekt" und es wird sicherlich weiterhin "schwarze Schafe" geben. Unter den jetzigen Umständen sehe ich aber ein "Netzwerk" und Konzept wie das von Trigami nicht als überlebensfähig. Und sollange sich Trigami weiterhin der Verantwortung entzieht, werde ich dem ganzen auch mit diskreter Distanz zusehen!

--
hQuadrat

Genau aussuchen ist Pflicht

Ich habe heute erst einen neuen Beitrag geschrieben. Seit dem, wie Du es nennest, "Pokerskandal", deren Auslöser ich wohl war, passe ich ganz genau auf, wofür ich schreibe. Generell finde ich ein System wie Trigami gut, wenn dann irgendwann größere Firmen aufspringen, wird auch das allgemeine Angebot seriöser. Trigami muss als Startup natürlich schauen, wo die Aufträge herkommen. Die brauchen logischerweise das Geld zum überleben und der Spagat wird oft nicht einfach sein für die sein. Sicherlich, wenn sie Kunden ohne Ende hätten, könnten sie solche Anbieter ohne Probleme ablehnen.

Re: Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

@hQuadrat: Als Student, ja, da hat man noch Ideale. (Später fragt man sich, was an den Idealen eigentlich idealistisch gewesen sein soll oder könnte oder möglicherweise auch nur.) OT: Dein Spamcaptchakram ist extrem nervig. Nicht nur, dass man den Kram großteils einfach gar nicht entziffern kann. Auch die verwendeten Vokabeln sind nicht gerade geläufige. Sowas geht auch einfacher.

Re: Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

Ich hab' mir meine studentischen Ideale behalten und verdiene wahrscheinlich besser als Deine Wenigkeit. Konsequenz und Intelligenz zählt. OT: Wollst' spammen? Oder warum dieser Auswurf?

Re: Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

Och nö, das stets OT-befindliche porschekiller wieder. Jetzt verdient es auch noch besser als ich. Woher nimmt es bloß ständig seine seine Erkenntnisse? Bitte beachten, dass es sich dabei nicht um eine Frage handelt, auf die ich ernsthaft eine Antwort möchte. Sonst könnte noch der Eindruck entstehen, dass mich interessieren könnte, was das porschekiller zu sagen hat. Nicht, dass wieder ein Kommentarbereich wegen das porschekiller editiert und dann geschlossen werden muss. OT: Nehme das mit dem ReCaptcha teilweise zurück. Nach Cookiesetzung lässt er mich so durch.

Re: Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

Noch was. Es gibt noch eine weitere Missbrauchsmöglichkeit des Trigami-Konzeptes. Bereits benannt wurde ja der Backlinklift, der den Auftraggeber im Pageranking heben kann. Ist dem Auftraggegeber jetzt aber auch noch der Inhalt des Blogpostings wichtig, hat er eine elegante Möglichkeit des "Missbrauchs", indem er einfach solche Blogs aussucht, die traditionell unkritisch schreiben. Insofern würde ich sagen, dass die gezielte Wahlmöglichkeit des Auftraggebers, welcher Blogger für ihn schreiben soll, negativ ist. Da wäre es besser, zB über Reichweiten- oder Themendefinitionen Blogs zuzuteilen. Damit wäre statistisch eine größere Objektivität der Beurteilung zu erreichen.

Re: Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

super Idee! Wäre zumindest ein weiterer konstruktiver Hinweis für unseren lieben Remo von trigami, der sich ja bisher zu fein war - trotz explizitem Hinweis beim Löschen meines trigami-Accounts auf diesen Blogeintrag - hier Stellung zu nehmen.

--
hQuadrat

Re: Statement zu Trigami und dem Auftrag von "Yourcha"

@Dieter: Natürlich habe ich bestimmte Ideale - ob diese realistisch sind, ist natürlich eine andere Frage. Andererseits ist es auch sehr schade, wenn man seine Ideale verliert, weil man sich den Idealen anderer beugt (ja! richtig gelesen!). Ideale sind auch gewissermaßen Leitziele, welche man anstreben kann - oder eben nicht. Aber hier geht es nicht um meine persönlichen Leitziele, sondern um die Unternehmensphilosophie des Unternehmens "trigami". Ich habe mich von trimami distanziert, da ich die derzeitige "Philosophie" des Unternehmens nicht unterstützen will und kann. Zu einer solchen Unternehmensphilosophie gehört eben auch, dass man klare Linien setzt und sich entsprechend positioniert. Dies tut Trigami ja eben nicht, indem sie zum einen jegliche Verantwortung bezüglich der fraglichen Aufträge ablehnt und zum anderen eine entsprechende Richtlinie zur Annahme von Aufträgen verweigert!

@StoiBär: Du schreibst, dass "wenn dann irgendwann größere Firmen aufspringen" auch das generelle Angebot von Trigami seriöser würde. Ich bezweifle sehr, dass irgendwann größere Firmen 'aufspringen' werden, sollange sich trigami nicht zu schade ist, auch "verwerfliche" Projekte/Unternehmen/Sekten u.ä. durch bezahltes bloggen zu unterstützen, die zudem ein schlechtes Licht auf das Unternehmen "trigami" werfen.

OffTopic (=?= "OT"): Der Captcha-Schutz ist vielleicht nicht der best-lesbare, da gibt es vielleicht auch andere Lösungen, die besser sind. Ich schau' mal, ob ich was besseres finde, was den Spam hier genauso effektiv verhindert. Falls die Captcha's Dir zu nervig sind, Dieter, so steht es Dir absolut frei, Dich hier zu registrieren - dann kannst Du ungebremst kommentieren, ganz ohne Captchas! Wink

Zu den anderen Themen... (Einkommen, usw...)
Ich denke, dazu brauche ich keine weiteren Kommentare abzugeben!

--
hQuadrat

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