Ich schreibe, also bin ich!
Warum sollte ich meinen realen Namen verwenden, wenn ich im Internet publiziere, blogge oder mich sonstwie im Internet präsentiere? Warum verwende ich kein Nickname bzw. Pseudonym? Natürlich: ein solcher Nickname bietet mir "Anonymität", zumindest bis zu einem gewissen Punkt... Viel wichtiger noch: ich kann schreiben, worüber ich möchte - ganz ohne dass mich mein (vielleicht) künftiger Arbeitsgeber oder vielleicht gar der Anwalt einer gegnerischen Partei oder auch nur eine nette Bekanntschaft (man muss nicht alles dramatisieren) im Internet ohne größeren Mühen findet...
Über mehrere Umwege - wie das im Internet eben so ist - bin ich auf einen Blogeintrag der limitado OHG gestoßen. Die Limitado OHG ist eine relativ junge Firma aus Tübingen, die neben "barrierefreiem Webdesign" auch Suchmaschinenoptimierung anbietet. In ihrem Blog ist zu lesen, dass sie fortan nicht weiter unter ihrem realen Namen bloggen möchten, sondern unter "Nicknames" bzw. Pseudonymen.
"Wem es vielleicht aufgefallen ist, über unseren Blog Posts stehen nicht mehr unsere realen Namen sondern lediglich Nicknames. Warum ist das so? In letzter Zeit haben sich einige Gründe und Argumente angesammelt, deren Diskussion heute zu dem Schluss führten, dass wir bei ilimitado ab sofort nur noch unter Nicknames posten. [...]" (Quelle: "Bloggen Namen oder Nick?")
Der Hauptgrund, aus Sicht der Unternehmer ist, dass offenbar negatives über sie im Internet berichtet worden ist, was ein negatives Bild auf sie werfe, wenn man nach ihrem (realen) Namen in einer größeren Suchmaschine googelzt. Auf die näheren Details möchte ich eigentlich nicht eingehen - ich kannte die Firma vorher nicht und weiss nicht, was an entsprechenden Kommentaren und Blogeinträgen nun wahr sein könnte oder nicht. (Ja, ich habe auch einige der vermeintlichen Einträge gelesen - wobei ich manche der Einträge etwas bissig formuliert fand.) Mich interessierte das Thema: "unter realem Namen 'bloggen' [bzw. publizieren] oder nicht?" Ein Thema, das im Internet vermutlich viel zu wenig zur Sprache kommt, obgleich es viele Studien in diesem Bereich gibt.
Mein (rein subjektiver) Eindruck, wenn ich so in den virtuellen Netzwerken, dem Internet, herum-"surfe", ist, dass vermutlich die meisten Menschen sich bedeckt halten. Kaum jemand möchte so leicht preisgeben, wer er denn nun wirklich ist. Anonymität ist das Stichwort. Und durchaus ist diese Anonymität absolut berechtigt, denn im Internet sind Informationen sehr unsicher, gar verkäuflich. Bestimmte Informationen lassen sich auch mieten! Doch um Adresshandel soll es hier nicht in erster Linie gehen, auch wenn ich erst kürzlich in einem anderen Zusammenhang damit in Kontakt geraten bin. Tatsache ist jedoch, dass ganz öffentlich Publiziertes (vor allem persönliche Informationen) vor niemandem sicher ist - und damit eben auch nicht vor einem Missbrauch derselben Daten - egal zu welchem Zweck sie veröffentlicht worden sind! Kein Wunder ist es also, dass sich die meisten Internet-nutzenden Menschen nicht mit realem Namen zu erkennen geben möchten - vor allem, wenn es um heikle Informationen geht... "Heikle" Informationen in Bezug auf persönliche Daten, gibt es überall: seien es Angaben über den bürgerlichen Namen, die Adresse und das Geburtsdatum, die ethnische Herkunft, das politische Interesse oder gar die sexuelle Orientierung. Dies, um nur ein paar Beispiele der "gängigen Daten" zu nennen. In "Blogs" oder Homepages finden sich jedoch noch viele andere Informationen - persönliche Dinge wie z.B. Gedanken, Gefühle, Einstellungen zu den unterschiedlichsten Themen. Sogar dieses Blogposting könnte gar meine eigene, persönliche Meinung widerspiegeln... Genügend Gründe also dafür, solche Informationen - und damit sich selbst - zu schützen! In den meisten sozialen Neztwerken wie Foren, Chatrooms, Blogs, Dating-Services... in allen Arten von virtuellen, sozialen Netzwerken sind "Nicknames" reale Wirklichkeit! (Habe ich nicht vor allzu langer Zeit eine Seminararbeit zu einem verwandten Thema geschrieben?)
Ich persönlich schreibe auch gewissermaßen unter einem Pseudonym - oder Nicknamen, wie es heutzutage auch genannt wird: "hQuadrat". Ein Pseudonym, welches auch zu meiner Domain hQuadr.at passt. Wie jedoch unschwer zu erkennen ist, ist dieses Pseudonym kein wirkliches Pseudonym, denn es wiederspiegelt nichts weiter als meinen realen Namen, den man auch ungehindert im Impressum nachlesen mag. Insofern erübrigt sich der Hinweis, dass ich unter meinem "real name" publiziere, blogge und mich selbst darstelle oder meine Meinungen, ironisch, sarkastisch oder todernst formuliert, im Internet veröffentliche.
Doch warum sollte ich, trotz allen vorgenannten Hindernissen und Hürden mich dennoch dafür entscheiden, Informationen über mich selbst preiszugeben? Warum schreibe ich nicht einfach "nur" unter meinem vorgenannten Nickname?
Der Hauptgrund dafür liegt sehr nahe: ich bin Autor eines Buches, welches ich neben meinem Blog und meinen Fotos auf meiner Website präsentiere. Insofern habe ich auch ein Interesse daran, dass meine Werke unter meinem Namen publiziert werden und nicht unter einem Nicknamen. Nicht schon nur deshalb, weil sich ein Nickname auf einem gedruckten Buchexemplar vermutlich nicht so gut machen würde. Es geht auch nicht unbedingt darum, ob man bekannt ist oder nicht - als Buchautor werde ich sicherlich noch keinen großen Namen haben. Vielmehr geht es um Transparenz, Vertrauen zum Leser und damit um Authentizität.
Im Rahmen von Beiträgen im Blog (sowie allen anderen Bereichen meiner Website) bedeutet dies auch, dass ich zu 100% hinter dem stehe, was ich schreibe. Allerdings meine ich damit nicht, dass ich unfehlbar wäre und mit meinen Ansichten und Meinungen immer zu 100% richtig liege. Abgesehen davon, ändern sich - bekanntlicherweise - auch die Meinungen und Perspektiven innerhalb eines Lebens, nicht zuletzt durch Kritik und Konversation, sei es im "realen Leben" oder eben "virtuell" in der Blogosphäre. Kritik - die gibt es immer, und das ist auch gut so! Durch Kritik kann man auch lernen und profitieren - jaja, ich greife mal wieder tief in die Kiste "Moralpredigt", aber dies ist nun einfach mal so.
Die Suchmaschinen (jetzt direkt in Bezug auf das eingangs erwähnte Blogpost der limitado-OHG) sind jedoch unfähig, so etwas zu differenzieren: ist Kritik nun berechtigt oder nicht? Kritik muss man nicht nur "ertragen", sondern man muss auch damit umgehen können! Ob nun bei der Eingabe des eigenen Namens schlechte Rezensionen, Kommentare o.ä. vor dem eigenen Suchmaschineneintrag erscheinen, dürfte eigentlich nicht so eine große Rolle spielen, denn die Suchmaschinen gewichten ihre Ergebnisse nach anderen Kriterien - wenn dies auch nicht immer sinnvoll sein mag. Erscheint nun negative Kritik in einer Suchmaschine vor den eigenen Einträgen - warum sollte man sich davor fürchten? Hier fehlt es, sofern man sich dann davor zurückzieht, an dem notwendigen Vertrauen zum Leser: dieser kann sich nämlich ein eigenes Bild davon machen, was Sache ist. Und wenn man doch dezidiert anderer Meinung ist, dann besteht ja immer noch die Möglichkeit einer (begründeten) Gegendarstellung.
Zusammenfassend:
Anonymität erleichtert einem vieles, keine Frage. Auch ich mache mich der Anonymität an mach' anderer Stelle zunutze. Doch sind diese anderen Stellen deshalb anonym gehalten, da sie unter Umständen Themen behandeln, die z.B. in der Gesellschaft sehr umstritten sind. Doch dies sei nicht der Grund für die Anonymität, sondern vielmehr eine thematische Abgrenzung zu meiner Person und den Inhalten sowie Zielen dieser Website und Blog. Natürlich könnte ich die entsprechenden Beiträge auch unter meinem Namen an dieser Stelle und unter dieser Domain publizieren, keine Frage - es sind auch keine Themen/Meinungen, die gegen geltendes Recht o.ä. sprechen oder zu denen ich hier eine andere Position vertreten würde, sofern sie denn angesprochen werden. Die Anonymität macht für mich dann Sinn, wenn man sich durch die öffentliche Kundgebung seiner Sichtweise und Meinung bedroht sehen muss - nicht der Kritik wegen, sondern (unter Umständen) bedroht um sein eigenes Leben oder seine körperliche Unversehrtheit, gerade weil man kritische Themen aufgreift und zur Sprache bringt! Sollange dies nicht zu befürchten ist, schreibe ich darüber auch sehr gerne unter meinem eigenen, realen Namen - so geschehen.
Ihr Hendryk C. Hollbeck (alias hQuadrat)







Re: Ich schreibe, also bin ich!
Submitted by zeniscalm (not verified) on 19. July 2007 - 6:24.
Re: Ich schreibe, also bin ich!
Submitted by sub (not verified) on 19. July 2007 - 7:17.
Re: Ich schreibe, also bin ich!
Submitted by zeniscalm (not verified) on 19. July 2007 - 8:51.
Re: Ich schreibe, also bin ich!
Submitted by Martin Hiegl (not verified) on 19. July 2007 - 8:59.
Re: Ich schreibe, also bin ich!
Submitted by sub (not verified) on 19. July 2007 - 9:54.
Re: Ich schreibe, also bin ich!
Submitted by Hendryk on 19. July 2007 - 11:34.@zeniscalm: Da hast Du sicherlich Recht, das kann ja auch jeder für sich selbst entscheiden - was für ihn bedrohlich, in diesem Sinne, sein kann oder nicht. In den meisten Fällen sind solche Bedenken aber sicherlich unbegründet, wenn es eben nicht direkt an die Existenz geht bzw. eine reelle Bedrohung auszumachen ist.
@sub: ein Nickname gibt eben doch noch zu einem gewissen Grad Schutz vor Suchmaschinen. Klar: auch nur unzureichend aber immerhin. Unter dem Nick "hquadrat" posten z.B. auch noch andere Leute, mit denen ich nichts zu tun habe. Gleichfalls wird es dies mit zahlreichen anderen Nicknamen geben, die des öfteren Verwendung finden...
@Martin: Kann gut sein, dass ich mich irre und das Thema doch schon des öfteren diskutiert worden ist, wenngleich auch eher aus einer rechtlichen Perspektive, welche ich beim Schreiben des obigen Beitrags noch nicht so direkt berücksichtigt habe. Allerdings: muss man es übertreiben? Kommentare nur mit vollem Namen? Gut, ich kenne die Gründe hierfür vielleicht nicht so gut, aber so auf Anhieb verstehe ich das nun nicht. Gäbe es ein Internet, in dem nur noch unter vollem, realem Namen etwas gesagt werden dürfte, dann... das wäre kaum auszudenken! Und sicherlich ein gefundenes Fressen für Datensammler dazu! Ganz nebenbei wage ich zu behaupten, dass dies sicherlich auch ein Einschnitt in die Meinungsfreiheit wäre, insbesondere für Leute, die sich sehr umstrittenen Themen widmen oder gesellschaftliche Minderheiten vertreten, unterstützen, usw... (da sie ja dann in Folge mit möglichen Bedrohungen oder gar tätlichen Angriffen von radikalen Gegnern rechnen müssten).
Das Internet boomte auch deshalb, weil es die Möglichkeiten für anonymen Meinungsaustausch mit sich brachte. Wenn man nun alles rechtlich regeln (auch mit Bezug auf O'Reilly) will, kommt dies - meiner Meinung nach - einer Zensur schon bald sehr nahe! Dass sich die Qualität der Inhalte nun durch eine quasi erzwungene Nicht-Anonymität verbessern würde, wage ich sehr anzuzweifeln. Vielleicht bremst man einiges von dem vielen "Müll" heraus, andererseits auch Interessantes, was eben nur unter einem Schutzmantel der Anonymität geschrieben wird!
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hQuadrat
Re: Ich schreibe, also bin ich!
Submitted by Martin Hiegl (not verified) on 25. July 2007 - 10:15.Die Qualität der Kommentare erhöht sich ungemein und schließlich will ich auch wissen, mit wem ich es zu tun habe, mit wem ich mich da unterhalte.
Ein Internet ohne Spam und ohne Phishing - wirklich kaum auszudenken. Ich schlage ja nicht vor dass jede Bewegung im Internet protokolliert werden soll, sondern, dass jede Kommunikation zwischen Menschen auch zwischen den Menschen erfolgt.
Die Meinungsfreiheit garantiert die als Mensch deine Meinung frei äußern zu dürfen. Meinung muss dabei gegen Beleidigung, Verleumdung und weiteres abgegrenzt werden. Für diese Meinung muss man nicht anonym sein - die Anonymität ist kein Teil der Meinungsfreiheit und kein Menschenrecht wie diese.
Das ist ganz klar falsch. Zu Anfangs waren die Internetnutzer sich quasi alle bekannt, da spielten auch Nicknames keine Rolle. Schon im Usenet wurde allerdings häufig wert darauf gelegt, dass man mit einem Menschen und nicht mit einem Nickname spricht. Den Erfolg verdankt das Internet der Pornographie. Der erfolgreichste Dienst, welcher mit Anonymität arbeitet ist Spam.
O'Reilly hat ja keine rechtliche Regelung vorgeschlagen und zensiert wird deshalb auch nichts anderes als heute. Kennst du die Greater Internet Fuckwad Theorie? Wenn man weiß, dass man mit dem eigenen Namen zu den Inhalten steht, dann überlegt man vielleicht erst, bevor man irgendetwas hinrotzt. Interessantes aus der Anonymität? Dazu fehlt erstmal die Glaubwürdigkeit - könnte ja jeder sein, der da Behauptungen/whatever aufstellt.
[ADMIN-Edit: Blockquote-Formatierungen/Schriftfarben korrigiert, nichts Inhaltliches...]
Re: Ich schreibe, also bin ich!
Submitted by Hendryk on 27. July 2007 - 1:13.Natürlich, die Qualität der Kommentare bzw. Inhalte könnte sich erhöhen - vorausgesetzt man setzt dies konsequent und in allen Bereichen des Internets durch. Allein dies wäre schon fast ein Ding der Unmöglichkeit, ausser man stellt an jeden Benutzer des Internets den Anspruch, seine Identität mittels Personalausweis o.ä., Fingerabdruck, was auch immer, eindeutig zu bestätigen. Dies technisch umzusetzen wäre die nächste Herausforderung. Realistisch? :red:
Gesetzt der Fall, es wäre möglich: eine Protokollierung sämtlicher Bewegungen im Internet wäre dann auch ohne weiteres möglich - und so Wertvoll wie Informationen in der heutigen Wirtschaft sind, würde dies auch ohne Rücksicht gemacht! Wenn man dies nicht will, bräuchte man weitere Regelungen darüber, welche Informationen "gesammelt" werden dürfen. Computermethoden (und damit Suchmaschinen) wären also künftig ausgeschlossen, da man Informationen ja nicht mehr nur anhand von Stichworten auswerten dürfte.
Den Menschen hinter irgendwelchen Kommentaren ändert dies aber nicht, er schreibt deshalb auch nicht qualitativ besser, sondern immer noch in seinem persönlichen Stil! Glaubwürdikeit hin oder her... :guckstdu: Eine andere Frage, die also zudem noch zu Klären wäre ist: woran misst man die Qualität von Inhalten und Kommentaren? Welchen Anspruch setzt man an einen Kommentar? Nur der Anspruch an einen Namen (wie in Deinem Blog) löst das Problem ja offenbar nicht, zudem betreibst Du damit, unabhängig vom Inhalt, Zensur - :baby:
Alles Fragen, die damit auf jeden Fall zusammenhängen bevor man behaupten kann, die "Qualität" der Kommentare/Inhalte würde sich so erhöhen... Setzt man also infolge bestimmte Kriterien für Qualität von Geschriebenem auf, zensiert man im gleichen Schritt alles, was nicht den gemachten Anforderungen entspricht. Was ich nicht bestreite: Spam und Phishing würde auf ein Minimum reduziert - bis auf Wenige, die vielleicht doch eine Schwachstelle des Systems entdecken :-P und trotzdem eine Möglichkeit dazu finden. (Auch ausserhalb des Internets gibt es immer wieder gefälschte Identitäten, gefälschte Pässe [...])
Was die Anonymität anbetrifft: sicherlich ist dies kein explizit festgeschriebenes Menschenrecht. Was aber gesagt werden kann ist, dass (zumindest nach deutschem Recht) jeder Mensch das Recht zur freien Selbstbestimmung hat - somit also auch, seine Identität nicht preiszugeben. Das Meinungsrecht (vgl. Art. 5 GG) garantiert das Recht auf eine freie Meinung und deren unzensierte Verbreitung. Davon, dass ich dies nur unter expliziten Angabe meines realen Namens machen darf, ist keine Rede - zu Recht! Anonym oder unter Pseudonymen wird im Übrigen auch in den verschiendensten gedruckten Medien veröffentlicht, Bücher seien nur ein Beispiel... Kaum abzusehen, wenn es dies alles nicht mehr gäbe! :attention:
Abgesehen von diesen Tatsachen und im Hintergrund der aktuellen Gesetzgebung: in anderen Ländern gelten andere Gesetze - gerade und insbesondere auch was die Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, etc. anbelangt. Müsste man diesen Ländern dann den Zugang zum Internet verwehren, weil wir uns ausdenken, dies alles nach unseren Gesetzen regeln zu müssen (siehe oben)?
Natürlich weiss ich ganz gerne, mit wem ich es zu tun habe, wenn ich mit jemandem kommuniziere. Zwingen kann ich mein Gegenüber aber nicht, seine Identität preiszugeben. Dies gilt ebenso im "realen Leben" wie auch im Internet. Ansonsten müsste jeder, der mich in der Stadt anquatscht und mich nach dem Straßennamen XY fragt, erst seinen Namen und seine eigene Adresse nennen ;) ? Natürlich, dieses Beispiel ist vielleicht ein wenig überspitzt, was aber nichts an den dargelegten Tatsachen ändert. Warum sollte man die Leute im Internet dazu zwingen, Identität anzunehmen, wenn man dies noch nicht einmal im Alltagsleben erwarten, geschweige überprüfen kann?
In kleineren Netzwerken (wie vielleicht auch in ganz frühen Anfangszeiten des Internets) war die Publikation unter eigenem Namen vielleicht eine funktionierende Sache - da kenne ich mich nun geschichtlich nicht so gut aus... In größeren Netzwerken funktioniert dies aber nicht mehr - wie auch? :-D
Kommentare nur unter vollem Namen auf dem eigenen Blog (oder sonstwo im Internet) können die Qualität also durchaus erhöhen, indem man alles zensiert, was den "Qualitätsanforderungen" nicht enspricht. Wird Glaubwürdigkeit und vor allem Qualität also nun durch den Namen ausgedrückt? Gut, dann kann ich ja bei einem Kommentar auf Deinem Blog auch gut einen erfundenen, glaubwürdig wirkenden Namen verwenden. :sing:
Die "Greater Internet Fuckwad-Theorie" :clown: kenne ich leider nicht - habe ich da etwas verpasst? :baby:
--
hQuadrat
Re: Ich schreibe, also bin ich!
Submitted by pannchen (not verified) on 30. July 2007 - 14:54.Greater Internet Fuckwad Theorie :D :clown: :D
Soll das eine ernst zu nehmende Theorie sein??
Re: Ich schreibe, also bin ich!
Submitted by Hendryk on 30. July 2007 - 18:00.Wirklich ernst nehmen kann man das wohl nicht - siehe meinen obigen Kommentar dazu ;)
--hQuadrat